Geschichte

Undurchdringbare Wälder und nur teilweise fruchtbare Böden machten die Besiedelung des Barnim nicht leicht. Bevor sich die dichten Wälder ausbreiteten, stellten nomadisch lebende Rentierjäger den durchziehenden Herden in einer damals noch tundraartigen Landschaft nach. Vor 7500-5000 Jahren breitete sich der große Uckersche Wald (in der heutigen Schorfheide) aus und erleichterte mit einem reviertreuen Wildbestand in milderem Klima die dauerhafte Besiedelung. Doch die Wälder selbst waren schwer besiedelbar und entsprachen nicht dem damaligen Sicherheitsbedürfnissen. So waren es die Auen der Havelniederung und die fischreichen, wassernahen Gebiete vor allem des Finowtals, wo sich erste Siedler nieder ließen und ihre Dörfer errichteten. Jahrhunderte lang bildeten Fischfang und fruchtbare Wiesen und Felder die Lebensgrundlage der Menschen im Barnim.

Nachdem der germanische Stamm der Semnonen wieder abgewandert war, siedelten im 6. und 7. Jahrhundert vor allem slawische Stämme in den Niederungen und Fließen und um die heutigen Ortschaften Biesenthal und Wandlitz. Doch bis zum Ende des 12. Jahrhunderts sollte der Barnim vergleichsweise dünn bis kaum besiedelt bleiben.
Erst mit der Eroberung weiter Teile der Region durch die Askanier, unter Albrecht dem Bären, späterer Markgraf von Brandenburg und seiner Nachfolger Otto I., Johann I. und Otto III. wurde der Barnim ab 1200 stärker aufgesiedelt. In dieser Zeit wurden von der Burg Bözow (heute Oranienburg) bis nach Oderberg bedeutende Befestigungsanlagen und Burgen als militärische Standpunkte und Machtzentren errichtet.
Doch es sollte noch bis zum starken Wachstum Berlins im späten 19. Jahrhundert dauern, dass der Barnim dichter besiedelt wurde und heute als äußerst begehrte und vorteilhafte Wohngegend gilt.
Im Laufe der Zeit haben sich Siedlungsgebiete nur geringfügig verändert. Es sind weiterhin die alten Siedlungen an Wasserläufen und Seen und weniger die Wälder, in denen die Menschen sesshaft sind. Das liegt jedoch auch daran, dass die bewaldeten Gebiete als Jagdregionen lange Zeit „Bannwälder“ waren und zu Zeiten des Nationalsozialismus sogar Entsiedelungspläne dafür bestanden.
So zeugen bis heute zahlreiche historische Bauwerken verschiedener Epochen in den Ortschaften des Barnim von seiner bewegten Geschichte, während die Bewohner in den ausgedehnten Wäldern vor allem Ruhe und Erholung finden. 

(Quellen: www.barnim.de , wikipedia.de )