Wirtschaft

Der Barnim ist ein moderner Landkreis von dessen sehr gut entwickelter Infrastruktur die ansässigen Unternehmen und Einwohner gleichermaßen profitieren. Mit der Lage zwischen Bundeshauptstadt und polnischer Grenze bildet die Region nicht nur eine wichtige Wirtschaftsachse zwischen Berlin und der polnischen Industriemetropole Stettin, sondern auch eine Brücke zwischen deutscher und osteuropäischer Wirtschaft. Die IHK Ostbrandenburg zählt derzeit rund 11.065 IHK-zugehörige Unternehmen für den Barnim. Den größten Anteil daran hat der Einzelhandel, es folgen das Baugewerbe und der Großhandel. Im gastronomischen Bereich sind für den Landkreis Barnim mehr als 550 Betriebe gelistet. Das wirtschaftliche Gerüst der Region bilden die Branchen Tourismus, Gesundheit, Energie und Metall.

 

Die Stadt Eberswalde ist eines der 15 regionalen Wachstumskerne im Land Brandenburg und genießt damit Priorität für Förderprogramme des Landes. Hier haben sich verschiedenste Industrie- und Technologiezentren und technologieorientierte Unternehmen angesiedelt. 

Die Region hat eine lange Tradition von Unternehmesansiedlungen im gewerblichen Bereich. Darüber hinaus genießen viele große Barnimer Unternehmen überregionalen Ruf. Die Bereiche Gesundheitswirtschaft, Metall- und Anlagenbau, Forst- und Holzwirtschaft, Elektrotechnik & Elektronik, Lebensmittelindustrie, Baustoffproduktion und Bauwirtschaft sind gut entwickelte Traditionsbranchen. Darüber hinaus gewinnen die Bereiche Energie und Tourismus kontinuierlich an Bedeutung und verzeichnen stetige Zuwächse.

 

Der Metall- und Anlagenbau hat vor allem in Eberswalde eine langjährige Tradition. Bereits seit dem 17. Jahrhundert gibt es Niederlassungen in der Metallindustrie. Walzwerk Finow, Kranbau Eberswalde oder Rohrleitungsbau Finow sind Marken, an deren Tradition viele Firmen von heute anknüpfen und Spitzenprodukte im Metall-Bereich produzieren.

 

Der Reichtum an Natur im Barnim bedeutet gleichfalls ein Reichtum an erneuerbaren Energien, die wiederum der zukunftsträchtigste Sektor im Energiebereich sind. Mit seinem Energieforum und der Zielsetzung, die Energieversorgung bis 2020 auf erneuerbare Energien umgestellt zu haben, hat der Barnim Vorbildfunktion für andere Regionen. Derzeit sind mehrere mittelständische Solarunternehmen in der Region ansässig. Weiterhin wird im Barnim nicht nur Windenergie erzeugt, sondern es werden hier ebenfalls Windanlagen und Komponenten für regionale Nutzung und Export entwickelt und produziert. Darüber hinaus widmen sich Wissenschaftler an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) der Erforschung des Einsatzes erneuerbarer Energien. Bei ihren Forschungen berücksichtigen sie traditionelles regionales Know-How aus Landschaftsnutzung, Naturschutz, Holztechnik und Forstwirtschaft. Die Staustufen des Finowkanals bieten eine weitere Möglichkeit der Energiegewinnung. Regionale Unternehmen haben hier Kleinstkraftwerke  entwickelt und realisiert.

 

Neben den Branchen Metall und Energie, hat sich die Region stark im Gesundheitssektor profiliert. Kliniken und Forschungsinstitute vor allem im Eberswalder und Bernauer Raum genießen internationalen Ruf. Das Klinikum Barnim oder das Herzzentrum Brandenburg in Bernau sind nur einige von mehreren erstklassigen Gesundheitseinrichtungen, die sich im Barnim etablieren konnten. Die Brandenburg Klinik ist eines der fortschrittlichsten Rehabilitationszentren in den neuen Bundesländer.

 

Vor allem in den berlinferneren Gebieten des Landkreises mit seinen einzigartigen Ausflugszielen und Landschaftsschutzgebieten bestehen beste Voraussetzungen für den Tourismus. Dieses Potential wurde erkannt und mit Landschaftspflege- und Ortssanierungsaktionen und einer teilweisen Umstrukturierung der Landwirtschaft wird auf einen weiteren Ausbau des Tourismus hin gearbeitet. Die Attraktivität der Landschaft, der Seenreichtum und das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands (Schorfheide) sind das besondere touristische Kapital auf dem der Barnim aufbaut. Ende 2012 zeigt sich die Tourismusbranche der Region überaus zufrieden und optimistisch. 80% der Touristikunternehmen bewerteten die letzte Saison als „gut“. Beliebt sind vor allem Aktiv-Angebote und Naturtourismus. Darüber hinaus wird entsprechend der Entwicklungsstrategie des Kreises weiter auf die Ziele eines barrierefreien Tourismus und der Verknüpfung von Tourismus und Gesundheit hin gearbeitet.

 

Vor dem Hintergrund der ausgezeichneten wirtschaftlichen Lage und des demografischen Wandels, bestehen beste berufliche Perspektiven für Fachkräfte in der Region. 

 

 

weitere Links:

 

Handwerkskammer 

 

Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft mbH des Landkreises Barnim (WITO)

 

Netzwerk Fachkräftesicherung Barnim-Uckermark

 

Fachkräfteportal Brandenburg

 

LEADER-Projekte

 

ZAB Zukunfts Agentur Brandenburg

 

Erneuer:BAR